Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) und ihren Gewerkschaften für höhere Eingruppierungen

Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst und ihren Gewerkschaften für höhere Eingruppierungen – März 2015

Die gegenwärtig laufende Tarifauseinandersetzung zur Aufwertung der Tätigkeiten im Eingruppierungstarifvertrag Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) im TVöD ist für die beschäftigten ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen in der Kinder- und Jugendhilfe von außergewöhnlicher Bedeutung. An dieser Auseinandersetzung wird sich nicht nur entscheidend zeigen, was überwiegend weiblich getragenen Arbeit in der Bundesrepublik wert ist, sondern vom Ausgang der Tarifverhandlungen wird es auch abhängen, welchen Wert der reproduktiven Arbeit im Verhältnis zur sogenannten produktiven Arbeit in Zukunft in unserer Gesellschaft beigemessen wird.

Die Gewerkschaften haben dazu ein sinnvolles und substanzielles Angebot unterbreitet, das in den bisherigen Verhandlungsrunden vom VKA (Verband Kommunaler Arbeitnehmer) bisher unzureichend gewürdigt wurde und zu keiner Annäherung der Standpunkte aus Sicht der Beschäftigten führte.

Wir unterstützen die Gewerkschaften in ihrem Anliegen, die berechtigten Interessen der Beschäftigten in dieser Tarifrunde geltend zu machen. Für unser "Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit" ist die Wertschätzung der Menschen, die beruflich mit Menschen zu tun haben, die auf Hilfe und Unterstützung im Rahmen Sozialer Arbeit angewiesenen sind, erst dann wirklich gegeben, wenn sie dafür auch monetär entsprechend gewürdigt werden ... und das ist mit den bisherigen Löhnen und Eingruppierungen zweifellos nicht gegeben.

Wir rufen deshalb alle Kolleginnen und Kollegen in der Kinder- und Jugendhilfe auf:

Beteiligt Euch in eigenem Interesse an der Tarifauseinandersetzung. Der oder die Einzelne kann den Wert seiner/ihrer Arbeit nicht alleine bestimmen und durchsetzen, das kann nur kollektiv mithilfe des Koalitionsrechtes und gewerkschaftlicher Organisierung geschehen. Deshalb begrüßen wir es explizit, dass die Gewerkschaften jetzt den Maßstab für die Bewertung der Tätigkeiten aufwerten und eine gerechtere und angemessenere Vergütung durchsetzen wollen!

Erklärung zum Download: Solidaritätserklärung mit den Beschäftigten im SuE_BKJ_März 2015

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