Bundesverfassungsgericht korrigiert „falschen“ Sorgerechtsentzug zugunsten der Eltern.

FAZ 3.12.2014 Das Bundesverfassungsgericht klopft psychologischen Gutachtern auf die Finger. Damit stärkt es Eltern den Rücken, denen das Jugendamt ohne Not ein Kind wegnehmen will. Ein Fall statuiert ein Exempel.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/jugendamt-und-sorgerecht-das-bvg-revidiert-entscheidungen-zum-sorgerecht-13298827.html

Am 29. Juli 2014 berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ link über die verfassungsmäßige „Sorge um das Sorgerecht“. Das Bundesverfassungsgericht würde immer öfter angerufen und entscheide immer öfter im Sinne der Eltern: "Es gehört nicht zur Ausübung des Wächteramts des Staates, gegen den Willen der Eltern für eine bestmögliche Förderung der Fähigkeiten des Kindes zu sorgen. [...]Eine Trennung der Kinder von ihren Eltern stellt den stärksten Eingriff in dieses Recht dar und unterliegt strenger verfassungsgerichtlicher Kontrolle", so das Gericht. 

In 2013 wurden in Deutschland von den Jugendämtern 115 687 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls nach § 8a Absatz 1 SGB VIII eingeleitet, 17 211 endeten mit der Einschätzung "Akute Gefährdung", 21 411 mit der Einschätzung "Latente Gefährdung" . Details zu den Zahlen nach Ländern sortiert unter diesem link.

2012 begann für 517 000 junge Menschen eine sogenannte "Hilfe zur Erziehung" (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 21. Oktober 2013 – 353/13). "Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Erziehungshilfe neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für knapp 52 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 800 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2011. Die Hälfte der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Nahezu drei Viertel (74 %) dieser alleinerziehenden Elternteile lebten ganz oder teilweise von Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch."

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