ZUR AKTUELLEN LAGE DER HILFEN ZUR ERZIEHUNG – Neues Buch von unseren Bündnismitgliedern Mechthild Seithe und Matthias Heintz

Die Politik kritisiert die Kosten und sucht nach Wegen, die Hilfen zur Erziehung trotz des bestehenden Rechtsanspruches besser steuern zu können. Sie betont die angeblich hohe Qualität und beschränkt sich auf die Einschätzung, dass jedoch von eben dieser guten Hilfe zur Erziehung zu viel vorhanden sei.
Aber selbst da, wo Politik inhaltliche Kritikpunkte an der der ambulanten Hilfe zur Erziehung äußert, nennt sie keine Gründe dafür, dass die ambulanten Hilfen sich so problematisch entwickelt haben. Dass die Gründe bei den eigenen Steuerungsbemühungen liegen könnten (z.B. beim systematischen Abbau von Infrastrukturangeboten in den Stadtteilen in den letzten 10 Jahren), wird tabuisiert. Die Abweichungen der derzeitigen Hilfen zur Erziehung vom Konzept der Hilfe nach KJHG werden nicht wahrgenommen bzw. werden verschwiegen. Dass z.B. HzE heute nur noch im Kontext einer Kindeswohlgefährdung in Frage zu kommen scheint, widerspricht eindeutig den Absichten und Festlegungen des Gesetzes. Auch das wird weder problematisiert noch thematisiert. Vielmehr werden die Schuldigen für Fehlentwicklungen bei den freien Trägern gefunden, die der Versuchung erliegen würden, eigentlich abgeschlossene Fälle aufrecht zu erhalten und unnötig zu verlängern, oder bei den Mitarbeiterinnen, die nicht effizient arbeiten würden.
Aus diesem Grund werden hier (Anlage pdf) zunächst die Hintergründe für die gegenwärtigen Fehlentwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe dargestellt und danach wird auf die direkten Folgen in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe eingegangen.

(Gekürzter Auszug aus dem im Herbst bei Budrich erscheinenden Buch: Plädoyer für eine umstrittenes Konzept der Sozialen Arbeit: Die ambulante Hilfe zur Erziehung (Heintz/Seithe)

Waschzettel zu dem Buch seithe_heintz

Zur aktuellen Lage der Hilfen zur Erziehung_Juni 2014_Seithe_Heintz

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