Was haben ErzieherInnen, was wir Sozialarbeitende nicht haben?

Heute nahm ich als Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe solidarisch an einer Veranstaltung des Werra-Meißner-Kreises in Nordhessen (ca. 100.000 Einwohner) gegen die fachlichen Verwerfungen des Hessischen Kindertagesstättenförderungsgesetzes teil. Dieses sieht einen ähnlich massiven fachlichen Qualitätsabbau  vor, wie wir Sozial- bzw. Diplompädagogen und andere Fachkräfte der Hilfen zur Erziehung sie mehr und mehr in unserem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe erleben. Binnen kürzester Zeit hatten sich die ErzieherInnen organisiert und brachten heute Abend sicher 400 Fachkräfte aus den Kitas auf die Beine.   Selbstverständlich habe ich mich sehr über diese geballte Power der ErzieherInnen in unserem kleinen Landkreis gefreut. Zugleich dachte ich mir: Was haben die, was wir SozialpädagogInnen bzw. DiplompädagogInnen nicht annähernd auf die Reihe kriegen. Wir können doch froh sein, wenn eine solche Zahl bei einer bundesweiten Veranstaltung zusammenbekommen.   Wir sollten uns ein Beispiel an den KollegInnen aus den Kitas nehmen und uns ähnlich organisieren. Auch bei uns steht die fachlicheUhr auf kurz vor zwölf. Brav sein und artig die Arbeit machen, reicht nicht mehr. Wenn wir nicht endlich aufwachen, könnten wir bald schon sehr unangenehm aufgeweckt werden. Aber dann ist es vielleicht schon zu spät.   Matthias Heintz, 29.1.2013

Comments are closed.